Photon Roboter

Einleitung

Wir sind zwei Studentinnen des Lehramts der Primarstufe und sollten im Rahmen des Seminars „informatische Bildung“ eine Unterrichtsstunde an einer Grundschule halten. Der Inhalt sollte Mathematik mit Informatik verbinden. Im Seminar wurden uns verschiedene spielerische Zugänge zur Informatik gezeigt. Wir haben uns für den Photon Roboter entschieden, weil wir dachten, dass er den Schüler/innen am besten gefallen würde. Unsere Zielgruppe war eine 3.Klasse mit 20 Schüler/innen, welche schon schulische Vorkenntnisse zum Thema Programmieren hatte. Die Unterrichtsstunde dauerte 90 Minuten.

Beschreibung der Unterrichsstunde

Das Thema unserer Unterrichtsstunde war das Programmieren des Photon Roboters.

Wir begannen mit einer kurzen theoretischen Power Point Einführung zu den Themen Mathematik und Informatik. Die Kinder sollten mit uns herausfinden, was sie über Mathematik und Informatik wissen und wie man die beiden Dinge miteinander verbinden kann.

Danach folgte eine kleine Traumreise, die das Eintreffen des Photon Roboters ankündigte. Im Anschluss haben wir die Funktionen des Roboters anhand der Photon Coding App und dem Programm Photon Blocks auf dem iPad erklärt.

Jetzt ging es in die Arbeitsphase über. Die Schüler/innen haben von uns ein Arbeitsblatt mit Aufgaben bekommen. Wir gingen in den Flur. Als erstes sollten die Schüler/innen die Funktionen des Roboters selbst testen. Dann sollten sie den Roboter nach Anleitung programmieren, dazu mussten sie auch Rechenaufgaben lösen. Für jede richtig programmierte Anleitung, welche uns gezeigt wurde, gab es einen Stempel. Im dritten Teil mussten sie Wege eines aufgeklebten Labyrinthes durch lösen von Aufgaben finden. Es gab vier Labyrinthe, die jeweils zu mehreren Buchstaben führten. Wenn dies Schüler/innen die richtige Wege herausgefunden hatten, dann entstand das Lösungswort „Mond“.

Die Arbeitsphase war nun beendet und die Schüler/innen kehrten wieder in den Klassenraum zurück und die Photon Roboter wurden zurück gegeben. Es folgte wieder eine Traumreise, in der der Photon Roboter wieder zurück zu seinem Heimatplaneten Mond geflogen ist.

Mit einer kurzen Abschlussfragerunde beendeten wir den Unterricht.

Mathematischer Kompetenzen

Inhaltsbezogenen Kompetenzen:

  • Zahl und Operation
  • Größen und Messen

Prozessbezogene Kompetenzen:

  • Probleme mathematisch lösen
  • mathematisch kommunizieren

Reflexion

Die Schüler/innen haben von Anfang an sehr aufmerksam und begeistert zugehört und sich bei Fragen rege gemeldet. Sie hatten bereits ein paar Vorkenntnisse zum Thema Mathematik und Informatik. Ein paar Schüler/innen haben davon berichtet, dass sie sich zu Hause auch mit Tablets beschäftigen und auch einen Roboter besitzen. Dies hat man auch in der anschließenden Arbeitsphase gemerkt. Sie haben sich auch gut auf die anschließende Traumreise eingelassen und hat das Interesse der Schüler/innen geweckt.

Die Schüler/innen konnten die Photon App erstaunlich schnell bedienen. Hier hat man deutlich gemerkt, dass viele Kinder sowohl in der Schule als auch im privaten Bereich mit Tablets vertraut sind. Wir hatten die Photon Roboter während der Erklärung der Coding App bereits ausgeteilt, was zu etwas Unruhe geführt hat. Auch die Einteilung der Gruppen war kurz unklar. Dies würden wir in Zukunft anders gestalten. Wir würden warten, bis wir fertig erklärt haben, danach die Gruppen einteilen und zum Schluss die Roboter verteilen. Zu Beginn der Arbeitsphase mussten wir die Schüler/innen im Flur verteilen, da der ursprünglich vorgesehene Raum durch eine andere Lehrperson kurzfristig besetzt wurde. Die Lösung der Aufgaben verlief erwartungsgemäß unterschiedlich schnell. Jeder hat die Aufgaben in seinem individuellen Tempos bearbeitet. Für eine richtige Lösung gab es immer einen Stempel von uns. Am Schluss hatten die meisten die Aufgaben gelöst. Manche benötigten unsere Hilfe beim Verständnis der Aufgabe. Die Mathematikaufgaben beim Lösen der Labyrinthe waren teilweise schwer, was die Motivation der Schüler senkte. Trotzdem blieben viele Schüler/innen sehr engagiert und wollten unbedingt die Aufgaben lösen. Am Schluss hatten ungefähr 6 der 8 Gruppen, alle Aufgaben gemeistert. Wenn wir noch etwas mehr Zeit gehabt hätten, hätten es auch sicherlich die letzten beiden Gruppen meistern können.

Bei der Abschlussfragerunde kamen viele positive Rückmeldungen. Es hat ihnen offensichtlich viel Spaß gemacht. Ein paar Schüler/innen waren gegen Ende der Bearbeitungszeit nicht mehr konzentriert und fanden es dadurch „langweilig“. As wir nochmal nachgehakt, haben was genau „langweilig“ war kam raus, dass ihnen vor allem der erste Teil der Arbeitsphase Spaß gemacht hat und der zweite Teil ihnen schon schwieriger gefallen ist. Dadurch sank etwas die Motivation. Also war „langweilig“ eigentlich nicht das passende Wort, wurde uns dann von den Schüler/innen mitgeteilt.

Was wir im Nachhinein ebenfalls als eine gute Idee empfunden hätten, wäre eine Power Point Seite zu erstellen, wo die Regeln nochmals vermerkt sind, welche bei der Arbeit mit dem Photon Roboter zu beachten sind. Wir haben die Regeln zwar mündlich ausgesprochen, aber so hätten die Schüler/innen sie schwarz auf weiß gehabt.

Fazit

Das Arbeiten mit den Schüler/innen hat uns wirklich sehr viel Spaß gemacht. Vor allem, weil die Schüler/innen uns sehr offen und motiviert waren. Wir würden beim nächsten Mal vorher noch Regeln bei dem Umgang mit dem Photon Roboter festlegen. Auch das Arbeitsblatt würden wir etwas anpassen und die Aufgaben überarbeiten. Man hat zum Ende gemerkt, dass die Konzentration der Schüler/innen nachgelassen hat.

Anhang